freerideherbstmeister …

Dienstag 17 Oktober 2006

freerideherbstmeister meisterfreerideherbst herbstmeisterfreeride – Der Nebel, ja der Nebel hat’s uns angetan. Mal steigt er auf, mal geht er runter, mal drängt er sich durch dichten Wald, mal legt er seine sanften Spuren über unberührte Auen, er vergnügt sich an den herbstlich bunten Wäldern, lässt sich gerne die Sonne auf den Nacken brennen, er kämpft darum um Boden gut zu machen, lässt sich nicht so einfach von seinem Weg vertreiben. Ja der Nebel, auch der Nebel muss wohl ein Freerider sein.

Und so war er dann auch ständiger Begleiter und Artgenosse an jenem Tag als wir uns trafen, nicht etwa um auf dem Rütli zu schwören, nein, viel mehr um unserer Leidenschaft zu frönen. Ein ruhiger Morgen wird mit einer nostalgischen DUI-Fahrt romantisch untermalt, was einigen ff-lern ganz bestimmt nicht zuwider war, denn nicht weit enfernt liegt ja noch die Apré-Clubmeisterschaft.

Mit jedem Meter Trail unter den Stollen steigt auch die Stimmung in unseren noch etwas trägen Geistern und nach dem letzten “sanften” Aufstieg ist dann definitiv Tagwache angesagt, welche gleich von einem kurzen Adrenalin-Schrei durchdrungen wird. Schnell ein Kaffee oder auch ein Eisenkraut-Tee (OLMA grüsst) und schon wird am Temporad gedreht. Voller Eifer wird der Waldlehrpfad überflogen, der Singeltrail zum Studnerberg, mit manch einem Rad dem Abgrund näher als dem Trail, bringt den Puls zu ersten Höhenflügen. Noch feuchte Wiesen in Abwechslung mit engen Wenden, gespickt mit Wasserrinnen und gefährlich tiefen Löchern bringen uns zum See des werdenden Berges wo erste Pflegeeinheiten an Mensch und Maschine zum Besten gegeben werden.

“Das war ja schon ganz toll” hört man Stimmen sagen, begleitet von einem kaum wegzubringenden Grinsen welches sich im Laufe des Tages wie ein Virus vom Einen zum Nächsten, zu Diesem und Jenem und wieder vom Nächsten zum Einen, ausbreiten wird.

“Doch das war noch lange nicht alles. Das was vor uns liegt, wird Das was hinter uns liegt, für die Momente welche vor uns liegen, in die dunkelsten Ecken der Vergessenheit verschwinden lassen.” So oder ähnlich wurde von waisen Stimmen berichtet, und was waise Stimmen berichten, das wird wohl stimmen, glaubt man altüberlieferten Berichten.

Man muss schon selber dabei sein um etwas solches nur annähernd verstehen zu können, ja es sich nur vorzustellen ist ja schon von unglaublicher Schwierigkeit, selbst zu glauben dass man in diesem Moment, gerade jetzt, so etwas erlebt ist nicht einfach wenn man sich auf den Trails am Buchser Malbun befindet. Und das geht nocht weiter so!!!! Ein weiterer Trail, und noch Einer und das Verlangen nach Mehr steigt im Quadrat, der Blick legt sich tunnelförmig über die flüssig geschwungenen Trails, tastet sich eilig und gespannt durch den vom bunten Laub herrlich geschmückten Wald. Unter den Fingern brennt das Bike, vor Freude springend kaum zu stoppen hetzt es von einer Kurve in die Nächste, gräbt sich tief in den herbstlich weichen Waldboden um kurz darauf die kleine Brücke, gefolgt von ein, zwei Stufen, keck zu überspringen. Da lacht das Herz, da steigt der Spass, aber fehlt da vielleicht doch noch ‘was??

Ein Zwetschgenluz, auf der Gamplüt für alli Lüt, gibt diesem frohen Treiben eine ganz spezielle Note, denn auch er ist Teil der Leidenschaft welcher wir heute Frönen. Unser Artgenosse und Begleiter, der Nebel, ja genau der Nebel, spielt uns zum Abschluss noch ein Ständchen, zeigt sich noch einmal von seiner schönsten Seite steigt mal auf und geht mal runter, legt sich sanft auf grüne Auen und begleitet uns zum Schluss ins Tal.

P.S. Bilder folgen


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